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SMS = Short Message Service

Die heute geläufige oder in der Umgangssprache auch als "Simsen" bezeichnete SMS steht als Abkürzung für das englische Short Message Service und bezeichnet das Versenden Kurznachrichten via GSM. Diese sollte in ihrer ursprünglichen Form dazu dienen, um den Mobilfunkanbietern die Möglichkeit zu bieten, ihren Kunden per Kurznachrichten über neueste Fehlermeldungen und Neuigkeiten zu informieren. Doch bald wurde aus dieser kostenlosen SMS das große kommerzielle Potenzial gesehen und mit riesigen Marketing Aktionen, wurde die sogenannte SMS eingeläutet. Denn mittlerweile existieren bereits Weiterentwicklungen der SMS, wie die EMS und MMS, womit mediale Nachrichten, wie Videos, Bilder, Musik und sogar Webseiten untereinander ausgetauscht werden können.

Doch zurück zu der ursprünglichen Form. Die SMS selbst benötigt um verschickt und empfangen zu werden keinen größeren Aufwand. Ihr genügt schon ein Tausendstel der Datenmenge einer Gesprächsminute, um eine Kurzmitteilung zu versenden. Jedoch sind die Gebühren im Vergleich zu einem Gespräch höher, weil sie nicht nur providerabhängig sind und somit von dem jeweiligen Gewinnanteil, sondern auch von der Netzabdeckung und Datenübertragung. Denn je nach Geschwindigkeit, Übertragung und Abrechnung kann der Nutzer seine Überraschung erleben oder nicht. Dafür bieten die Mobilfunkanbieter im Bereich SMS sogenannte SMS an, um ein Kostenlimit zu setzen, weil sie nicht nur aus den Fehlern gelernt haben, sondern weil auch die Europäische Kommission eine Schutzregel gesetzt hat.

Deshalb dürfen die SMS-Gebühren einen bestimmten Satz nicht übersteigen, dies gilt auch für sogenannte Downloads. Doch wer glaubt, dass er jetzt ungehindert "simsen" kann, der irrt sich. Denn nach einer Studie australischen und britischen Studie von 2005 kann SMS zu einer Suchtgefahr führen, weil die Person dazu angehalten wird immer wieder Nachrichten zu verschicken und empfangen. Dies führt nicht nur zu erhöhten Kosten, sondern auch Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr, weshalb das Bundesministerium für Verkehr das Handy am Steuer verboten hat.

Trotzdem ist die SMS zu einem ökonomischen Faktor geworden, was sich nicht leugnen lässt. Gerade junge Menschen und Geschäftsleute nutzen das Kurznachrichtensystem, um sich untereinander auszutauschen. Laut Angaben der Bundesnetzagentur erreichte der SMS -Umsatz im Jahr 2009 einen Wert von 2,5 Mrd. EURO. Dies macht insgesamt 34,4 Mrd. Kurznachrichten aus. Der Anstieg gegenüber 2007 mit 47% ist nicht zu bremsen und wird wohl noch weiter wachsen. Das Zeitalter der SMS und MMS ist da!

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