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Silberfische

Lepisma saccharina, klingt eigentlich nach einem süßen (Saccharin) Namen und man könnte ein niedliches Haustier dahinter vermuten. Doch bei diesem Begriff handelt es sich um den lateinischen Namen des Silberfisches, den sicherlich niemand gerne als Haustier halten möchte. Ein Urtier, das wahrscheinlich schon seit 300 Mio. Jahren auf der Erde lebt. Somit auch wieder ein sehr interessanter Mitbewohner, der vielleicht ein bisschen mehr Aufmerksamkeit verdient. Silberfische werden etwa ein Zentimeter groß. Die Fühler können zusätzlich noch einmal die Länge des gesamten Körpers messen. Die Füße der Silberfische bestehen aus zwei, drei oder sogar vier Gliedern. Die silbrig-metallische Haut erhält das kleine Insekt nach der dritten Häutung.

Warum sich diese Tierchen gerade bei uns in der Wohnung aufhalten, liegt an den Bedingungen, in denen sie ihre Eier ablegen und aufwachsen. Nachdem das Weibchen ihre Eier in Spalten und Ritzen bei einer Raumtemperatur von 25-30 Grad abgelegt hat, schlüpfen die ersten Silberfische und wachsen innerhalb von vier Monaten zu erwachsenen Insekten heran. Dabei häuten sie sich regelmäßig. Silberfische werden bis zu 8 Jahre alt und Häuten sich pro Jahr viermal, weil ihr Wachstum nie endet. Dabei essen sie alles, was Stärke enthält. Klebstoff, Leimbuchbände, Zucker, Hautschuppen, Haare, Kleidung, tote Insekten etc. Sie können aber auch eine Fastenperiode von einigen Monaten überstehen, ohne zu verhungern.

Silberfische haben eine robuste Natur und sind sehr anpassungsfähig. Oftmals wissen wir gar nicht, dass wir sie als Hausbewohner haben, da sie lichtscheu und nachtaktiv sind. Meist verstecken sie sich tagsüber in Ritzen und Ecken von Küche, Bad oder Wäscheräumen, da sie die hohe Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur mögen. Im Dunkeln eröffnen sie dann auch ihren Paarungstanz, bei dem das Männchen einen Spermienbeutel auf dem Boden ablegt und das Weibchen ihn aufnimmt. Wirkliche Feinde haben Silberfische nicht. Lediglich der Ohrwurm stellt eine Gefahr für diese Insekten dar. Die gewöhnliche Hausspinne hat wenig Chancen ein Silberfisch auf ihren Speiseplan zu bekommen, da sie sich tagsüber zu gut verstecken.

Silberfische fressen aber nicht nur alles an und sind schädliche Mitbewohner, die sofort bekämpft werden müssen. Sie weisen eher darauf hin, dass ein Feuchtigkeitsproblem in Räumen besteht und Schimmelgefahr droht. Somit sind sie gute Wahnmelder. Außerdem fressen sie Hausmilben, die bei Menschen bekannter Weise allergische Reaktionen auslösen können. Krankheiten werden durch Silberfische nicht übertragen. Sie stellen auch kein hygienisches Problem da. Solange sie sich nicht übermäßig vermehren, brauchen sie nicht unbedingt bekämpft werden.

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