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SEPA - Single Euro Payments Area

Im Zuge des Überweisungs-Systems SEPA (Single Euro Payments Area) wird die Standard-Kontonummer seit 2008 nach und nach von der IBAN abgelöst. Mit der IBAN ist die Kontonummer für den europäischen Gebrauch genormt und erleichtert somit den globalen Zahlungsverkehr - in der Nummer sind dann Kontonummer, Bank und das Land des Empfängers enthalten.

Die IBAN wird vom zuständigen Finanzinstitut herausgegeben. Sie hat maximal 34 Stellen und muss in 4er-Blöcken getrennt geschrieben werden. Sonderzeichen oder Kleinbuchstaben sind nicht zugelassen. Jedes Land hat seine eigene Länge der IBAN einzuhalten. In Deutschland hat die IBAN 22 Stellen. Sie beginnt mit dem Länderkennzeichen "DE" und der zweistelligen Prüfsumme, die mit einer Formel berechnet wird. Dann folgen die Bankleitzahl mit 8 Stellen und anschließend die Kontonummer mit 10 Stellen. Da nicht jede Kontonummer aus 10 Ziffern besteht, werden die fehlenden Stellen von vorne - sprich nach der Bankleitzahl - mit Nullen aufgefüllt. Lässt man die ersten 4 Stellen der IBAN weg, spricht man von der BBAN - der Basic Bank Account Number.

Zur Überweisung wird zusätzlich der SWIFT-Code (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) - oder auch BIC (Bank Identifier Code) genannt - benötigt. Mit diesem Code wird die Bank des Empfängers identifiziert. Er besteht aus 8 oder 11 alphanumerischen Zeichen. Die ersten vier Ziffern ergeben den Bankcode. Danach folgen der zweistellige Ländercode und die zweistellige Codierung des Ortes. Zum Schluss wird mit drei Ziffern die Kennzeichnung der Filiale angegeben. Dieser Code ist weltweit gleich und kann daher für jede Überweisung verwendet werden. SEPA wird ab Februar 2014 den Euro-Zahlungsverkehrsraum regeln und die bisher bestehenden nationalen Überweisungen und Lastschriftmethoden ablösen. Ab diesem Zeitpunkt können Überweisungen im EU-Raum ausschließlich mit Angabe der IBAN und des SWIFT-Codes getätigt werden.

Ziel dabei ist nicht nur den europäischen Zahlungsverkehr zu vereinfachen, sondern auch billiger zu machen. Gebühren fallen mit SEPA nicht mehr an so wie es heute der Fall ist. Es ist nicht mehr nötig mehrere Konten für verschiedene Länder im EU-Raum zu besitzen. Der Zahlungsverkehr kann über ein einziges Konto abgewickelt werden. Ab 2016 soll dann der BIC nach und nach für Auslandsüberweisungen wegfallen. Für nationale Zahlungen soll er ab 2014 schon nicht mehr nötig sein - die Bankleitzahl wird schon mit der IBAN abgefangen und somit ist der BIC überflüssig.

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